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Lichtentaler Gasse

Idealer Ort zum Wandern
Оценка 9110

21 марта 2023Время поездки: 2 сентября 2019
Vor ü ber 350 Jahren wurde die Lichtentaler Allee gegrü ndet. Wä hrend ihres Bestehens haben es Hunderte und Abertausende von Menschen bereits geschafft, die Straß e entlang zu gehen. Sie erstreckt sich ü ber etwas mehr als zwei Kilometer entlang des zentralen Teils von Baden-Baden, aber dies ist eine der berü hmtesten deutschen Gassen und natü rlich die russischste Gasse in Deutschland. Es beginnt im berü hmten Casino, in dem der junge Leo Tolstoi und Dostojewski spielten, die bereits literarischen Ruhm erlangt hatten. Die Rostopchins, Menschikows, Golitsyns, Demidovs, Trubetskoys, Barclay de Tolly, der Groß herzog und spä tere Kaiser Alexander der Erste machten hier den obligatorischen Abendspaziergang (er heiratete die badische Prinzessin Louise, die Baden-Baden in Russland populä r machte). Vasily Zhukovsky arbeitete hier an der Ü bersetzung von Homers Odyssee, Turgenev verewigte das „russische Baden-Baden“ im Roman „Smoke“, Gogol lud „Taras Bulba“ hoch und behandelte gleichzeitig Hä morrhoiden, die ihn quä lten.
Fü rst Wladimir Menschikow raste jeden Morgen durch die Gasse, was die respektable Ö ffentlichkeit erschreckte, und wurde spä ter einer der Grü nder des internationalen Clubs, der bis heute sehr beliebte Pferderennen in Europa auf dem ö rtlichen Hippodrom veranstaltet. Im 19. Jahrhundert wurden mehr als dreihundert Arten von Bä umen und Strä uchern auf der Allee gepflanzt: Linden, Platanen, Eichen, Silberahorn, Ginkgo, Magnolien, Kastanien ...Straß e. Der deutsche Kaiser Wilhelm, der dreiß ig Jahre lang „auf dem Wasser“ nach Baden-Baden kam, ging sehr gern ohne Begleitung durch diese Gasse. Zu unterschiedlichen Zeiten ü bernachteten (unter anderem) der Kö nig von Jordanien, der Kaiser von Ä thiopien, Franz Liszt und Isadora Duncan in den Appartements des Hotels „Europä ischer Hof“. Im Allgemeinen wollten alle Reichen und Berü hmten in diese Stadt kommen und schweigend durch die berü hmte Gasse spazieren.
Und da der Besuch kostenlos ist, kö nnen wir alle diesen wunderschö nen Park genieß en.
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