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Костел Святого Александра

Kirche am Dreikreuzplatz
Оценка 8110

21 февраля 2023Время поездки: 2 июля 2022
Die klassizistische St. -Alexander-Kirche am Dreikreuzplatz ist zweifellos eine der berü hmtesten Kirchen Warschaus. Obwohl sie erst 193 Jahre alt ist, ist ihre Geschichte so stü rmisch und komplex wie wenige von Warschaus Kirchen.
Es wurde wä hrend des Kongresskö nigreichs in Form einer klassizistischen Rotunde nach dem Vorbild des rö mischen Pantheons erbaut. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es im Geiste der Neorenaissance grundlegend umgebaut und erweitert, wä hrend des Warschauer Aufstands fast vollstä ndig zerstö rt und nach dem Zweiten Weltkrieg in originalgetreuer Form wiederbelebt . Der Bau der Kirche begann im Juni 1818 nach dem Entwurf des Christian Peter Aigner.
Zunä chst verlangsamte sich das hohe Bautempo im Laufe der Zeit. Erst 1823 begann die Innenausstattung. Die vollstä ndige Fertigstellung des Baus der Kirche von auß en und innen erfolgte Ende des Frü hjahrs 1825. Die Weihe erfolgte ein Jahr spä ter, am 18. Juni 1826.
Im selben Jahr wurde die Kirche von einem Zaun umgeben, der aus Steinsä ulen bestand, die durch Eisenketten verbunden waren. Es wurde auf Kosten von Sozialbeiträ gen gebaut, hauptsä chlich von Staatsbeamten. Die gebaute Kirche basierte auf einem kreisfö rmigen Grundriss, der das Aussehen einer Rotunde mit sechssä uligen korinthischen Portiken von Sü den und Norden hatte und von einer flachen Kuppel bedeckt war.
Das Innere des Tempels wurde von Aigner in Miniatur des Pantheons in Rom gestaltet. Unter der eigentlichen Kirche entwarf der Architekt eine „unterirdische Kirche zur Nutzung des Heiligen Grabes“ mit einem Gewö lbe, das von einer riesigen Sä ule getragen wird. Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass die Kirche fü r die Bedü rfnisse der Gemeinde nicht ausreichte, da sie die einzige katholische Kirche im sü dlichen Teil von Warschau war.
Im April 1883 – sieben Jahre nachdem Karolina Grodzitka einen Teil ihres Besitzes der Stadt mit dem ausdrü cklichen Zweck der Erweiterung der Alexanderkirche geschenkt hatte, wurde eine Ausschreibung fü r deren grü ndlichen Wiederaufbau ausgeschrieben.
In der Zwischenzeit wurden von 1854 bis 1875 vier Wiederaufbauprojekte erstellt (Henryk Marconi, Ignatius Kwiatkowski, Zygmunt Kislansky, Vladyslav Hirschel), die aus verschiedenen, hauptsä chlich finanziellen Grü nden nicht umgesetzt wurden. Projekt Nr. XI mit dem Emblem „Alpha Cross Omega“ von Jó zef Pius Dziekonski gewann den Wettbewerb. Er ü bernahm auch die Leitung der im Juli 1886 begonnenen Arbeiten. Als Fertigstellungsdatum des Wiederaufbaus wurde 1895 angenommen. Der Tempel wurde in sü dlicher Richtung fortgesetzt, indem an der Fassade ein Kirchenschiff mit zwei Tü rmen angefü gt wurde. Der Teil um die Aigner-Rotunde wurde ebenfalls errichtet, und die ehemalige Sakristei wurde vergrö ß ert, indem ihre Vorderwand mit einem Portikus in Richtung Novy Svyat-Straß e verschoben wurde. Die Kuppel wurde angehoben, wodurch sie eine ä hnliche Form wie der Petersdom in Rom erhielt. Die Rekonstruktion hat die Merkmale des klassischen Stils des ursprü nglichen Gebä udes vollstä ndig verwischt. Von auß en erhielt die Kirche einen schö nen und reichen Skulpturenschmuck.
Es blieb in diesem Zustand bis 1939, als es beschä digt wurde, aber der Schaden war nicht schwerwiegend. Die Bereiche rund um die Kirche wurden dann mit den Grä bern derjenigen gefü llt, die wä hrend des Bombenangriffs starben.
Die Zerstö rung des Tempels fand am 9. -11. September 1944 statt, als er von den Deutschen bombardiert wurde. Seine Ruinen, die in der Mitte des abgebrannten Drei-Kreuze-Platzes herausragten, ä hnelten lebhaft einem alten Tempel, der durch eine gewaltige Katastrophe eingestü rzt war. Entgegen dem Anschein war die Zerstö rung jedoch nicht vollstä ndig, da die Unterkirche und der linke Turm der Oberkirche sowie Fragmente der Rotundenmauern und des stark beschä digten Portikus an der Seite der Neuen Kirche erhalten blieben. Die Gemeinde bemü hte sich, die Kirche so schnell wie mö glich in der Form wieder aufzubauen, die ihr von Joseph Pius Dziekonsky gegeben wurde. Das Hindernis war die Abteilung fü r historische Architektur des Warschauer Bü ros fü r Wiederaufbau, die den Wiederaufbau der Kirche in der von Christian Peter Aigner gegebenen Form forderte.
Am Ende fand man aber einen Kompromiss und als Ergebnis der Entscheidung der Naturschutz- und Kirchenbehö rde wurde nach ausgiebiger Diskussion in der Groß stadtpresse entschieden, die Reste des spä teren Langhauses und der Tü rme abzubauen, die Kuppel abzusenken und das Gebä ude in der von Aigner entworfenen ursprü nglichen architektonischen Form wiederherzustellen. Der Wiederaufbau unter der Leitung von Stanislav Marzynski wurde 1952 abgeschlossen.
Unter den zahlreichen Kunstwerken, die einst in der Kirche aufbewahrt wurden, ist bis heute die Apsis mit dem von Dziekonsky entworfenen Hauptaltar erhalten geblieben, die das Gemä lde „Kreuzigung“ eines unbekannten Malers aus dem 18. Jahrhundert beherbergt.
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