Kulturelle und historische Gastro-Alkohol-Extremtour. Tag 4-6: Transkarpatien. Mukatschewo – Berehowe – Koson.
„In einem blü henden, duftenden Tal,
Wo Latoritsi das Wasser blau ist,
Wurde in Schö nheitfeierlich
Alte und moderne Stadt
(Mykhailo Shushkevich)"
Mukatschewo ist eine sehr gemü tliche mittelalterliche europä ische Stadt am Fluss Latoritsa mit einer reichen Geschichte, Kultur und Architektur. Es wurde um die Festung Palanok Castle herum gebaut.
Wir gehen durch ruhige alte Straß en, die ein lange verlorenes Gefü hl von Geborgenheit und unglaublichem Frieden vermitteln. Gepflegte niedrige Hä user und exquisite Skulpturenkompositionen im Stadtzentrum faszinieren: Miniskulpturen von Gä nsen, ein Denkmal fü r den Ruß schü ttler, Cyril und Methodius, St. Martin, den Schutzpatron der Stadt.
Wir bewunderten das Rathaus und die Kathedralen und machten uns auf die Suche nach dem Weiß en Palast von Rakotsi, der sich tatsä chlich als rosa herausstellte.
Der Palast wurde von den Fü rsten der siebenbü rgischen Dynastie Rakotsi als Stadtresidenz erbaut.
Sie lebten dort bis 1711. Nach der Niederschlagung des Nationalen Befreiungskrieges von 1703-1711, der von Ferenc Rakoczi II. angefü hrt wurde, ging das Schloss zunä chst in den Besitz des ö sterreichischen Kaisers ü ber und wurde dann 1728 dem deutschen Grafen Schö nborn geschenkt -Buchheim, nebst riesigen Grundstü cken. Der „Weiß e Palast“ wurde fü r feierliche Empfä nge des Adels und auslä ndischer Botschafter genutzt. 1979 wurde im Palast die erste nach Mihai Munkachi benannte Kinderkunstschule in Transkarpatien erö ffnet. Die Schule ist geö ffnet, wir haben darum gebeten, hereinzukommen. Der Kü nstler Mihai Munkachi hatte noch nie zuvor gehö rt, die Schule prä sentierte Reproduktionen seiner Werke, unserer Meinung nach sehr tiefgrü ndig und dramatisch.
Auch die Natur von Mukatschewo ist unglaublich: Nicht weit entfernt erheben sich die smaragdgrü nen Karpaten, das transparente Latoritsa glitzert ruhig in der Sonne. Die Luft ist, anders als in Industriestä dten, sehr sauber und frisch.
Wir essen im „Kaftova pelmennaya“ zu Mittag, das direkt am zentralen Platz in der Nä he des Rathauses liegt. Ziemlich gü nstig und lecker. Der transkarpatische Bograch erobert vom ersten Lö ffel an, wir haben beschlossen, die Verkostung der handgefertigten Knö del auf das nä chste Mal zu verschieben.
Um ehrlich zu sein, fü hlen wir uns ein wenig mü de, wenn wir so intensiv ü ber Schö nheit nachdenken und Geschichte studieren. Es ist Zeit, den erholsamen Teil des Urlaubs zu beginnen – wir ziehen nach Berehovo und checken fü r 3 Nä chte im Mini-Hotel „Mapa Manor“ ein.
Berehove ist eine kleine gemü tliche Stadt an der Grenze zu Ungarn mit Blick auf die Karpaten, deren Hä nge mit Hektar Weinbergen bepflanzt sind. Ein Drittel der Bevö lkerung sind Ungarn, die ungarische Sprache ist auf den Straß en zu hö ren, die Inschriften an den Gebä uden sind auf Ungarisch vervielfä ltigt.
Diese Stadt erlangte vor allem aufgrund ihrer einzigartigen Thermalbä der Beliebtheit und Berü hmtheit. Vor vielen, vielen Jahren suchten sie in Unterkarpatien nach Ö l und bohrten 1.200 bis 1.400 m tiefe Brunnen in den Boden. Leider fanden sie kein Ö l, aber sie fanden eine einzigartige, kostbare Ressource fü r den menschlichen Kö rper – das Thermalwasser von Unterkarpatien. Die Bewohner verwandelten diese Gewä sser in echtes Ö l, investierten in Thermalquellen und entwickelten die Region zu einer der attraktivsten fü r den Tourismus in der Ukraine.
Wir beschlossen, uns im berü hmtesten Thermalkomplex von Berehovo – „Zhaivoronok“ – zu entspannen.
Der Komplex besteht aus einem Hotel, einem Restaurant, einem Café , Bä dern, Salzrä umen und Pools mit einzigartigem natü rlichem Thermalwasser. Wir schließ en ein Abonnement fü r 3 Stunden ab und gehen in die Schwimmbä der. Da sind viele Menschen. Die Wassertemperatur in den Becken variiert und erreicht bis zu 57 Grad. Zusä tzlich zur ü blichen Entspannung im warmen Wasser kö nnen Sie einen heiß en Thermal-Whirlpool ausprobieren oder Ihren Rü cken mit einem starken Wasserstrahl massieren. Wir hatten auch Lust, Fisch zu schä len, das hat Spaß gemacht. Nach 3 Stunden strö mte unsere Gesundheit fö rmlich aus uns heraus.
Ich werde mich noch lange nicht mit der Architektur von Berehowe befassen, sie ist wunderschö n, alt, europä isch. Wir besichtigten das alte Kasinogebä ude. Jetzt ist es das Hotel und Restaurant „Zolota Pava“. Ziemlich schö n und erbä rmlich, besonders das Gemä lde. Einmal haben sie dort zu Abend gegessen.
Im Allgemeinen verdient die transkarpatische Kü che besondere Aufmerksamkeit. Wir haben uns vom ersten Lö ffel an in sie verliebt. Deshalb werde ich ein wenig auf die Betriebe in Berehowe eingehen.
Unerwarteterweise sind schö ne Restaurants abends in der „Hochsaison“ oft ü berfü llt, aufgepasst. Es war nicht mö glich, das Restaurant „Zhaivoronok“ zu besuchen. Erst beim zweiten Versuch aß en wir im „Golden Peacock“ zu Abend – gute ungarische Kü che, raffiniertes Interieur, sehr herzhafte Gerichte, Preise leicht ü ber dem Durchschnitt.
Durch Zufall sind wir einmal auf „Chadra Paprika“ gestoß en – ein einfaches Interieur, sehr groß e, einfache und herzhafte Gerichte, ich wü rde sagen „mä nnliche“ Kü che. Wir konnten das Hauptgericht des Kü chenchefs zum gemeinsamen Abendessen nicht aufessen, aber wir aß en es zum Frü hstü ck.
Mir gefiel das Restaurant Ambar in der Leva-Straß e neben unserem Hotel, das von auß en nicht besonders auffä llig ist. Der Innenraum ist gemü tlich, der Service ist gut und die Preise sind angemessen. Bograch ist echt, unglaublich lecker, Pfannkuchen mit Fleisch und Kä se sind ein Meisterwerk der transkarpatischen Kü che, und wir haben noch nirgendwo solche Pfannkuchen mit Fleisch probiert.
Die Zigarettensammlung ist auch sehr wü rdig, ich musste viel probieren. Der Koch ist erst 22 Jahre alt, aber schon ein groß es Talent.
Und wie kann man sich in der transkarpatischen Weinhauptstadt entspannen, ohne an einer Weinprobe teilzunehmen? Wir kamen nicht nach „Chizai“, weil es eine sehr ungü nstige Zeit war. Doch wer kam auf die Idee, morgens Verkostungen durchzufü hren? Aber es gibt in Berehowe noch viele andere wü rdige Winzer. Wir besuchten die Fü hrung und Weinprobe der Familie Nagy.
Frau Liana fü hrte uns zu den alten Grä bern der gefangenen Tü rken, in denen die Weine reifen. Sie sprach sehr interessant ü ber die Geschichte und Technologie der Weinherstellung.
Die Verkostung selbst war sehr lecker, sie begann mit dem leichtesten trockenen Weiß wein, ging ü ber zu trockenen Rotweinen, dann zu halbtrockenem, halbsü ß em Dessert und endete mit einem unglaublichen Chacha mit Rosinen. Wer wollte, konnte fertige Produkte kaufen. Es war eine sehr interessante und schmackhafte Tour.
18 km von Berehowe entfernt wurde der Gesundheits- und Erholungskomplex „Thermalwasser von Kosyno“ errichtet, der sich auf der Quelle mineralischer Thermalwä sser befindet, die sich ü ber einen Teil des Territoriums europä ischer Lä nder wie Frankreich, Italien, Spanien, Serbien, Kroatien, Ö sterreich, die Schweiz und die Balkanhalbinsel. In der Ukraine bedeckt diese Wolke den grö ß ten Teil der Region Transkarpatien, nä mlich die Bezirke Vynogradivskyi und Berehivskyi.
Das Heilwasser des Kurortes entspringt einem der drei derzeit in Betrieb befindlichen Brunnen in Unterkarpatien, genannt 16 T.
Der heiß e Geysir des Thermalwassers kommt aus einer Tiefe von 1190 m und gelangt mit einer Temperatur von 40-45°C in das Thermalbecken.
Die Anlage ist einfach luxuriö s, selbst im Vergleich zum „Lark“, aber auch teurer. Wir kaufen eine Dauerkarte fü r 20 Stunden fü r 2 fü r 2.800, 00 UAH. Sie kö nnen die Thermalbecken, den Erholungsbereich, die Saunen, Restaurants und Bars, Liegestü hle und den Wasserpark nutzen.
Wir verbringen 3.5 Stunden im „Thermalteil“. Das Wasser ist in seiner chemischen Zusammensetzung einzigartig, ein Analogon gibt es nur in Island, Neuseeland und anderen Lä ndern Sachalin. Es gibt viele Becken mit unterschiedlichen Temperaturen, einige sind kontrastierend, andere mit Whirlpool, mit Statuen und Springbrunnen, mit Massagegerä ten, mit Whirlpool.
Die Architekten gingen sehr kreativ an die Gestaltung der Becken heran: In der Mitte der Anlage befindet sich, wie in der Luft hä ngend, ein „Wasserhahn der Gesundheit“, ein Becken, in das aus einer Hö he Wasser strö mt riesige Kaffeetasse, in eine andere - aus einer Flasche Wein. Es gibt Teiche voller Mä nnerträ ume, in denen Wasser aus einem Bierkrug und einer Flasche Palenka fließ t. Die Fliesen in diesen Becken sind in den Farben der entsprechenden Geträ nke gehalten, was diese Illusion noch verstä rkt. Sehr originell. Es gibt ein Fastfood-Restaurant und mehrere Bars. Ein Pfau geht stolz durch das Gebiet.
Wir besuchen den Komplex der „kö niglichen Saunen“: Eukalyptus-, Krä uter-, Salz-, rö mische, ungarische, Hamam und schließ lich eine Eishö hle (-10 Grad).
Am nä chsten Tag „spielen“ wir 6.5 Stunden im Wasserparkbereich.
Der Wasserpark hat mir sehr gut gefallen: Die Rutschen sind extrem, hochwertig, schnell und sicher. Hö he ab 6 Metern, Lä nge ab 47 Metern.
Die drei hö chsten Extrarutschen: „Monarch Butterfly“ – Hö he 12 m, Lä nge 55 m, „Kamikaze“ – Hö he 12 m, Lä nge 71 m, „Black Hole“ – Hö he 12 m, Lä nge 130 m. Atemberaubend. Es gibt ein Schwimmbad mit der hö chsten kü nstlichen Welle in der Ukraine, man kann Nostalgie fü r das Meer verspü ren. Es gibt Fastfood und Bars, Sonnenschirme und Sonnenliegen. Ich war auch zufrieden mit dem eigenen Bereich mit Thermalbecken mit Massagegerä ten und Whirlpool. Die Zeit verging wie im Flug.























